Name: Lotte
Meine Schule zu Hause: Gustav-Hertz-Gymnasium Leipzig
Meine Erasmus+-Schule in Graz: Oeversee-Gymnasium
Meine Ziele für unseren Lernaufenthalt in Graz:
- ein neues Schulsystem kennenlernen
- interessante, neue Dinge lernen
- Lebenserfahrung sammeln
Meine Interessen und Hobbys:
- Musik hören
- Badminton spielen
Am meisten freue ich mich darauf, diese Erasmus+-Fahrt mit meinen Freunde zu machen und neue Erfahrungen zu sammeln.
Lohnenswerte Teilnahme am Erasmus-Projekt in Graz 2023
Mir und 42 anderen Schülern aus Sachsen ist die Möglichkeit geboten worden, am Erasmus-Projekt in Graz teilzunehmen. Das Thema des Lernaufenthalts war berufliche Orientierung – Unterricht mit praktischer Vertiefung.
Die fünf Schüler meiner Schule und fünf Schüler aus der 94. Oberschule in Leipzig wurden an das Oeversee-Gymnasium und an das Geriatrische Gesundheitszentrum in Graz eingeteilt. An der Schule durften wir morgens am Unterricht teilnehmen und nachmittags haben wir in der Geriatrischen Klink einige interessante Dinge über spezielle Themenbereiche der Pflege von älteren bzw. erkrankten Menschen gelernt.
Meine Ziele für diese Woche waren es, ein neues Schulsystem kennenzulernen, neue und spannende Dinge zu lernen und Lebenserfahrung zu sammeln. Ich habe mich auf diese Woche gefreut und bin mit vielen Erwartungen und Vorstellungen in den Bus gestiegen, der uns nach knappen 11 Stunden vor dem JUFA-Hotel in Graz abgesetzt hat. Schon zum Start hatte ich einen guten Eindruck vom Hotel, da es sehr ordentlich und sauber war.
An den Schultagen mussten wir früh aufstehen, um in einer 9. Klasse im Oeversee-Gymnasium am Unterricht teilzunehmen, in welchen wir hinten im Klassenzimmer saßen und eher passiv blieben. Ebenfalls war der Unterricht anders strukturiert als bei uns und generell schienen dort teilweise andere Regeln und Maßnahmen zu gelten. Dadurch fiel mir auf, wie viele Unterschiede es zwischen Schulen in anderen Ländern gibt. Im Geriatrischen Gesundheitszentrum haben wir dann später Vorträge zu Themen wie zum Beispiel Demenz, Aromapflege, Wachkoma, Wundpflege oder basale Stimulation angehört und teilweise auch praktische Übungen bzw. Experimente gemacht. Allergings fand ich es etwas schade, dass wir so wenig praktisch gemacht haben und fast die ganze Zeit nur saßen. Am letzten Tag in der Klinik sollten wir dann unser Feedback der vorherigen Woche an die verschiedenen Angestellten der Stationen und den Leiter des Pflegebereichs weitergeben und haben uns abschließend nochmal einen Vortrag zur generellen Entstehung der Klinik angehört.
Nachmittags haben wir, wie bereits am Wochenende, unterschiedliche Aktivitäten mit teilweise allen 43 Schülern gemacht und sind meistens erst abends wieder im Hotel angekommen. Wir sind zum Beispiel am Samstag zum Uhrenturm in Graz gefahren und durften dann von oben, in einer Rutsche mit ca. 35 km/h bis nach unten rutschen. Danach sind wir alle zusammen in dem Restaurant Airea 55 essen gegangen und sind erst spät wieder im Hotel angekommen. Am Dienstag durften wir dann das Arnold-Schwarzenegger-Museum in Thal besuchen und haben sogar von einem alten Schulfreund von Schwarzenegger einige Dinge erklärt und erzählt bekommen. Später haben wir uns noch die Fuchskirche in Thal angesehen, welche eine besondere architektonische Bauweise hatte. Am Tag darauf haben wir die Gruppe aufgeteilt und meine Gruppe ist dann im Hotel klettern bzw. Bouldern gegangen und wir durften ebenfalls über den Skywalk, welcher eine Art Kletterparkour war, laufen. Am Donnerstag tauschten wir dann die Gruppen und fuhren nachmittags zusammen mit der 9. Klasse des Oeversee-Gymnasiums auf den „Schöckl“ und durften dort erstmal Sommerrodelbahn fahren. Später haben wir dann dort Abendbrot gegessen und sind im Dunkeln nach unten gelaufen, wo uns der Bus wieder abgeholt hat.
Meine Ziele für diese Woche habe ich definitiv erfüllt, da ich ein neues, interessantes und sehr anderes Schulsystem kennengelernt habe. Ebenfalls habe ich viele spannende Dinge gelernt und mich mit der Pflege von hauptsächlich demenzkranken Menschen beschäftigt. Allerdings habe ich mich bisher nicht besonders für Berufe als Arzt oder in der Pflege interessiert und habe währenddessen auch meine Meinung dazu beibehalten. Trotzdem hat mich beeindruckt, dass Pfleger tagtäglich mit kranken Menschen umgehen und sich dabei immer konzentrieren, Ruhe behalten und alles richtig machen müssen.
Insgesamt hatte ich eine sehr schöne, wenn auch etwas stressige Zeit. Ich habe viele neue, interessante und wichtige Dinge gelernt und erfahren und empfehle es definitiv, sich die Zeit zu nehmen, an diesem Projekt teilzunehmen.


