Name: Johanna

Meine Schule zu Hause: Geschwister-Scholl-Gymnasium Taucha

Meine Erasmus+-Schule in Graz: Landesberufsschule Graz 2

Ziele für meine Graz Fahrt:

Interessen oder Hobby:

Am meisten freue ich mich auf darauf zu sehen, ob der Bereich Labortechnik etwas für meine Zukunft wäre oder eher nicht.


Meine Grazfahrt: Medienbereich könnte wirklich etwas für meine Zukunft sein

Ich bin mit wenigen Erwartungen in diese Woche gestartet, um mich voll auf die Erfahrung einzulassen. Ich wollte mich vor allem auf etwas Neues konzentrieren, mich in der Berufsschule orientieren und Kontakt mit neuen Menschen knüpfen.

Schon auf der Busfahrt nach Graz konnte ich mit ein paar Schülern und Lehrern Kontakt knüpfen und habe dabei gleich die Ziele von anderen für diese Woche kennengelernt. Nach 12 Stunden Busfahrt sind wir im sehr komfortablen JUFA-Hotel angekommen und konnten uns erstmal in unseren Zimmern einrichten und Kraft sammeln, damit wir am nächsten Tag in die Holzwerktstatt im CityPark in Graz fahren konnten. In dieser Werkstatt haben wir allgemein viel über die Eigenschaften und Gebrauchsbereiche von Holz gelernt. Das Highlight kam dann erst, denn wir durften uns ein eigenes kleines Andenken basteln. Ich habe mir für zu Hause einen kleinen Nistkasten für den Garten gebaut und das hat mir überraschenderweise sehr viel Spaß gemacht.

Nach diesem Erlebnis ging es für uns noch auf den Schlossberg, um den Uhrenturm zu besuchen und uns Graz von oben anzuschauen. Der Ausblick war wirklich einmalig und man hat sich richtig wohl gefühlt dort oben. Den Abstieg haben wir dann noch mit einer Rutsche durch den Berg angetreten.

Das Wochenende wurde mit einer Wanderung in Leutschach abgeschlossen, wo wir unter anderem ein Weinfest besucht haben und auf dem Weg, zu einer Kernölmühle, Minigolf gespielt haben. In dieser Kernölmühle konnte man sich ansehen, was man aus einfachen Kernen eigentlich alles produzieren kann, und das hat mich sehr beeindruckt. Nach dieser Pause war unsere Wanderung noch nicht vorbei, denn unser Weg hat uns noch auf den Weinberg für eine Jause geführt. Eine Jause habe ich mir sehr fleischhaltig vorgestellt und war erst verwundert, was es da nun für Menschen geben soll, die sich vegetarisch ernähren, aber auch dafür war eine Lösung bereit. Ich hatte eine Jause mit verschieden Käsesorten und Dips, welche mich geschmacklich total überzeugt haben.

Die Schulwoche habe ich an der Landesberufsschule Graz 2 bestritten und mein erster Tag hat mich in die Labortechnik geführt. Uns wurde dort viel über chemische Elemente erzählt und was man eigentlich braucht, um in diesem Berufszweig zurechtzukommen. An diesem Tag wurde uns aber schon mitgeteilt, dass wir praktisch keine Experimente machen dürfen, da wir keine Bereichseinweisungen hatten und somit wurde beschlossen, dass wir uns an der Medienabteilung anschließen. Diese Entscheidung war für die Woche gesehen sehr vernünftig und ich haben es auch nicht bereut. Wir durften unsere ersten eigenen Fotos mit einer professionellen Kamera machen und haben gleichzeitig auch die Belichtung in einem Fotostudio kennengelernt. Einmal waren wir sogar selbst vor der Kamera und haben uns von anderen aus unserer Gruppe fotografieren lassen. Ich konnte davon sehr viel mitnehmen, auch vom Miteinander, denn in einem Fotostudio ist man nie allein und Kommunikation ist sehr wichtig zwischen Model, Licht und Kamera. Damit die Fotos nicht umsonst geschossen wurden, haben wir unser eigenes kleines Projekt entwickelt. Wir durften unser Bild in Photoshop bearbeiten und einen Spruch unserer Wahl einfügen. Ich habe mich da für einen niedlichen Spruch entschieden „Kein Pilz ist zu klein, um ein Glückspilz zu sein.“ Für mich war das die beste Erfahrung der Wochen, denn ich hatte sehr viel Freude, mich mit verschieden Programmen auseinanderzusetzen. Wir haben in der Berufsschule aber auch andere Dinge gemacht, wie zum Beispiel die Politik von Deutschland und Österreich zu vergleichen oder mich mit künstlicher Intelligenz zu beschäftigen. Ich habe mir viel wissenswertes Neues angeeignet und bin ziemlich sicher, dass ich das noch einmal brauchen werde. Sehr interessant wurde es in der Schule, als der Wirtschaftslehrer gezeigt hat, wie man eigentlich Abonnements oder einen Vertrag kündigt. So etwas hätte ich vor dieser Unterrichtseinheit nicht gewusst und bin sehr froh, das einmal mitgemacht zu haben, denn wir durften uns danach in Word selbst ausprobieren und schauen, wie genau eine Kündigung verfasst wird. Einige Tipps sind auch in meine Tasche gewandert und werden mir hoffentlich auch in Zukunft helfen können.

Natürlich waren wir nicht die ganze Zeit in der Schule. Wir haben uns auch in Graz umgeschaut. Ich kann mich besonders gut an das Arnold-Schwarzenegger-Museum erinnern. Vor seinem Geburtshaus war eine riesige Staue von ihm. Auch von Innen konnte das Museum überzeugen, denn man konnte über Wissenstafeln etwas über sein Leben erfahren, ein Motorrad und verschiedene Wachsfiguren von ihm sehen.

Das Schöne am Hotel war, dass eine richtige Kletterhalle mit angebaut war, in welcher wir auch Klettern waren. Es gab eine sehr große Boulderhalle mit einem etwas kleineren Hochseilgarten. Als wir dort waren, bin ich echt über mich hinausgewachsen und habe mich trotz meiner Ängste getraut, den Hochseilgarten zu überwinden.

Unsere letzte Aktivität war mit der Gondel auf den Schöckl zu fahren und dort zu Abend zu essen. Dann sind wir noch zum Gipfelkreuz gewandert und danach haben wir den Rückweg angetreten. Diese Wanderung war eine wirklich steinige Erfahrung, welche mir noch lange Zeit im Gedächtnis bleiben wird.

Mein Fazit von dieser Fahrt ist sehr positiv und ich glaube, Arbeit im Medienbereich könnte wirklich etwas für meine Zukunft sein, aber ich werde sehen, was die Zukunft mir noch bringen wird. Allgemein war die Woche mit den Menschen sehr schön und ich bin sehr dankbar, dass ich die Chance hatte, mitzufahren.