Name: Lea
Meine Schule zu Hause: Ludwig-Richter-Oberschule Radeberg
Meine Erasmus+-Schule in Graz: Mittelschule Graz Straßgang
Meine Ziele für unseren Lernaufenthalt in Graz:
- meine sozialen Kompetenzen erweitern
- mich neuen Herausforderungen stellen
- Neues dazulernen
Meine Interessen und Hobbys:
- Tanzen
- im Schulchor singen
Am meisten freue ich mich darauf, neue Menschen kennen zu lernen sowie Erfahrungen und Erinnerungen zu sammeln.
Erasmus-Reise nach Graz mit vielen neuen Erkenntnissen
Nach der Anreise am Freitag war der Samstag unser Kennlerntag in Graz. Wir konnten erste Erfahrungen mit Holzbearbeitung sammeln und eine Schatzkiste bauen. Danach haben wir Graz besichtigt und einige neue Bekanntschaften gemacht. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir die Rutsche durch den Schlossberg und die Auffahrt mit der Gondel. Es war sehr schön, auch mal eine andere Stadt außerhalb von Deutschland kennenzulernen. Die Südsteiermark haben wir am Sonntag besichtigt, indem wir eine umfangreiche Wanderung gemacht haben. Wir sind an der slowenischen Grenze gewandert und haben die Abendsonne an einem See genossen. Von Montag bis Freitag war ich, mit acht anderen Schülerinnen und Schülern aus Dresden und Leipzig, in der Mittelschule Graz-Straßgang. An unserem ersten Tag in der Schule wurden wir in eine achte Klasse gesetzt und haben dort bis 14:30 Uhr den ganz normalen Unterricht mitgemacht. Mit dem Unterrichtsstoff war ich schon vertraut. Einige Lehrer haben mir Arbeitsblätter gegeben und andere haben mich einfach im Unterricht mit der Klasse mitarbeiten lassen. Am spannendsten fand ich am Montag die Mathestunde, da der Unterrichtsstoff anders vermittelt wurde, als es mir bisher bekannt war. Durch diesen Tag wurde mir vor Augen geführt, wie sich ein normaler Schultag in Österreich abspielt. Die restliche Woche wurden wir zum Glück der Werkstatt zugeteilt. Dort haben wir insgesamt drei Werkstücke angefertigt, welche ich auch mit Nachhause nehmen durfte. Zuerst habe ich einen intensiveren Umgang mit einer Laubsäge geübt für die Anfertigung von einem LED-Schild mit eigenem Motiv. Außerdem konnte ich dadurch auch mit einem Standbohrer, Akkuschrauber und vielen weiteren Geräten arbeiten. Mir hat das vielseitige Arbeiten Spaß gemacht und ich habe neue handwerklichen Fähigkeiten für mich entdeckt. Neu für mich war die Geschichte von Arnold Schwarzenegger, da wir nach der Schule das Arnold-Schwarzenegger-Museum besucht haben. Auch sehr abenteuerreich war unser Mittwochabend. Mit einer Gondel sind wir auf den Schöcklberg gefahren, haben dort in einem Gasthaus zu Abend gegessen und dann mussten wir wieder runter. Der Heimweg war abenteuerlich, da wir im Dunkeln über sämtliche Trampelpfade mit reichlichen Hindernissen mit einem österreichischen Lehrer den ganzen Berg runter gelaufen sind. Es gab schnelle, langsame und verletzte Leute. Aber im Großen und Ganzen war es sehr lustig und hat Spaß gemacht. Als wir mit unserem LED-Schild fertig waren, bekamen wir eine neuen Arbeitsauftrag. Dieser beinhaltete das Bauen einer Grillzange und das Basteln vieler Perlenketten zu Resteverarbeitung. Am Nachmittag war für uns die Kletterhalle gebucht, aber da einige von uns noch geschafft von der Wanderung am Vortag waren, haben einige Wenige sich lieber ausgeruht. Für einen stressfreien und entspannten Abschluss haben wir am Freitag ein Tetris-Spiel als gemeinsames Gruppen Projekt hergestellt und am Nachmittag noch einmal die Innenstadt von Graz erkundet. Da ich mich schon sehr lange auf dieses Projekt gefreut habe, bin ich nicht enttäuscht, da ich alle meine Ziele erfüllen konnte. Ich habe mich mit Holz viel beschäftigt und einige neue Sachen gelernt. Auch neue Kontakte konnte ich knüpfen. Für diejenigen, die sich wirklich für Holz interessieren, ist die Schule Graz-Straßgang eine großartige Erfahrung, da sie eine gut ausgestattete Werkstatt mit tollen Lehrern enthält. In meinem Berufswunsch als Grundschuhlehrerin hat es mir nicht weitergeholfen. Ich kann einen Erasmus-
Aufenthalt im Ausland aber trotzdem guten Gewissens weiterempfehlen, da die Erfahrungen und neuen Einblicke sehr interessant waren. Ich bin sehr dankbar für diese Erfahrungen und Erinnerungen und hoffe, dass noch viele weitere Schüler auch so etwas machen können.

