Name: Mia Rosa

Meine Schule zu Hause: Gustav-Hertz-Gymnasium Leipzig

Meine Erasmus+-Schule in Graz: Oeversee-Gymnasium

Meine Ziele für unseren Lernaufenthalt in Graz:

Meine Interessen und Hobbys:

Am meisten freue ich mich auf die Unterrichtszeit in der dortigen Klinik, den Besuch des Arnold-Schwarzenegger-Museums und die Zeit alleine bzw. mit meinen Freunden – mal ganz ohne Eltern :).


Große Ziele: Erfahrungen sammeln, Lernfortschritte machen und mehr zur Spezifik des Berufswunsches lernen

In den letzten neun Tagen – vom 29.09. bis 07.10.2023 – hatten 43 Schüler aus Sachsen die Möglichkeit, an einem Gruppenmobilitätsprojekt von Erasmus+ teilzunehmen. Ich war eine dieser Schülerinnen und möchte hier meine Eindrücke festhalten. Ich habe hier in Graz die sogenannte „Gesundheitsklasse“ des Oeversee Gymnasiums besucht. Diese Schule kooperiert mit der Albert-Schweitzer-Klinik – GGZ Graz und dadurch konnten wir dort den Unterricht am außerschulischen Lernort fortsetzen und praktische Erfahrungen sammeln.

Erfahrung, Lernfortschritte und Spezifik des Berufswunsches – das waren meine Ziele in diesem Projekt. Ich bin mit einer hohen Erwartungshaltung nach Graz gefahren und habe mich sehr auf eine interessante und lehrreiche Woche gefreut.

Zum Wochenstart gingen wir zum Oeverseegymnasium. Wir wurden von der Schulleitung begrüßt, nahmen am Unterricht teil und setzten diesen dann in der Klinik fort. Auch dort wurden wir begrüßt und in Hygiene- und andere Vorschriften eingewiesen. Durch diverse Wochenendaktivitäten kannte ich einige aus der Gruppe schon, trotzdem war dies ein interessanter Kennlerntag, an dem wir uns mit Altersschwäche und den Problemen, die sie mit sich bringt, beschäftigt haben.

Auch in den nächsten Tagen besuchten wir Schulstunden am Gymnasium, hatten hier Deutsch, Informatik, Biologie, Englisch, Physik und Islamische Religion, und gingen dann später in die Klinik.

Durch eine Verordnung des Staates Österreich war es uns leider nicht erlaubt, in direkten Kontakt mit den Patienten zu treten. Ich persönlich fand dies sehr schade, da gerade das eine wunderbare Möglichkeit bzw. Erfahrung hätte sein können, mehr über Erkrankungen und Probleme der Patienten erfahren zu können und damit einen Einblick „hinter die Kulissen“ zu erhaschen. Auch zum Thema Arbeitskleidung gab es anscheinend ein Kommunikationsproblem, weshalb wir alle Kleidung gekauft haben, die gar nicht benötigt wurde. Das führte dazu, dass es am Anfang etwas schwierig war. Aber wie meine Lehrerin immer sagt, lernt man aus solchen Dingen am besten. Durch diese Punkte konnten wir „nur“ verschiedene Vorträge zu den unterschiedlichen Themenbereichen hören. Einige davon, wie zum Beispiel den Aromapflege-, Wachkoma- und Demenz/Delir- Vortrag fand ich sehr interessant. Zum Thema Aromapflege haben wir ein Handpeeling aus Zucker und Mandelöl hergestellt und anschließend angewendet. Dazu kann ich nur sagen, dass dieses Peeling sehr gut gewirkt hat und ich sehr beeindruckt war, was man aus den einfachsten Haushaltsmitteln herausholen kann. Auch unsere Betreuer waren sehr nett und verständnisvoll. Zum Wochenabschluss wurden wir alle gebeten eine Rückmeldung an die Klinik zu geben. Also wurden wir vom Klinikchef und weiteren Mitarbeitern begrüßt und haben vor diesen und gemeinsam mit der Gesundheitsklasse unsere Eindrücke geäußert. Anschließend sind wir mit dieser Klasse und einigen anderen zum „Schöckl“, einem Berg in Österreich, gefahren, um dort wandern zu gehen. Dies war eine der anstrengendsten außerschulischen Aktivitäten dieser Woche, aber trotzdem ein schöner Abschluss.

Meine Highlights dieser Woche waren definitiv der Besuch im Arnold-Schwarzenegger-Museum, die Sommerrodelbahn auf dem „Schöckl“ und die gemeinsame Zeit mit alten und neuen Freunden.

Leider konnte Ich nicht wirklich praktische Erfahrungen nach meiner Vorstellung sammeln, aber ich habe auf jeden Fall mehr Eindrücke durch die Vorträge und die anderen Aktivitäten gewinnen können. Schlussendlich kann ich jetzt zu diesem Zeitpunkt nicht genau sagen, ob ich meiner Berufsvorstellung nähergekommen bin, weil mir, wie bereits erwähnt, die reale praktische Beteiligung und die Nähe zum Patienten gefehlt hat. Ich werde also in meinem Schülerpraktikum zu Hause den nächsten Versuch unternehmen, mehr praktische Erfahrungen zu sammeln.

Meine Vorschläge zur Verbesserung: An Puppen könnten theoretische Prozesse visualisiert werden (z.B. wie man jemanden für verschiedene Eingriffe positioniert, was man dabei beachten muss, wie man Patienten aufhelfen kann oder man könnte sogar zeigen, wie man erste Hilfe leistet). Dieses Projekt war für mich eine tolle Erfahrung und ich kann es jedem, der wirklich neugierig auf ein bestimmtes Berufsfeld ist, empfehlen.